Beruflicher Werdegang

Wie das so ist mit den Abschlüssen, Ausbildungen, Weiterbildungen. Einigen Menschen  geben  die diversen Ausbildungen und Spezialisierungen ihres Therapeuten eine gute Sicherheit. Andere sagen, ich gehe davon aus, dass mein Therapeut fachlich fundiertes Wissen mitbringt. Mich interessiert eher, ob die Chemie zwischen uns stimmt. Achtet auf beides, den Handwerkskoffer und die Menschlichkeit. Vielleicht ein bisschen mehr auf die Menschlichkeit.


Nach meiner Schulzeit wusste ich gar nichts. Weder was ich werden wollte, noch wer ich bin und was ich kann.
Ich machte eine Facharbeiterausbildung, irgendetwas musste ich ja machen (Technische Zeichnerin) und quälte mich durch diese Ausbildung.

Durch die  Mutter eines Freundes inspiriert, die in einem Kinderheim arbeitete, machte ich eine Erzieher-Ausbildung und arbeitete danach viele Jahre in Kinderheimen. Das war der Start dafür, mehr verstehen zu wollen, was die menschliche Seele aushält. Welche Überlebensstrategien sie entwickelt um zu überleben, wie ungemein kreativ sie ist.


Mit dem Umzug nach Berlin,  studierte ich  Diplom-Sozialpädagogik und machte danach erste therapeutische Weiterbildungen. Hier traf ich auf eine Frau, die für mich lange Zeit ein Vorbild war und sie ermutigte mich, weiterzugehen. Ab meinem 30. Lebensjahr begann ich, mich therapeutisch ausbilden zu lassen. Damit verbunden war das Ein-und wieder Auftauchen in die eigene Lebensgeschichte mit ganz vielen Aha-Effekten. Ich begann, auch meine Seele und ihre Wanderungen, Verirrungen besser zu verstehen, und schaffte es,  Frieden zu schließen. Frieden, mit dem was war und Frieden, mit dem was ist, und auch mit dem, was sein wird. Alma amable. Dieses Summen.

Mein Handwerkszeug lernte ich neben den diversen Therapie-Ausbildungen hier:

  • mit jedem einzelnen Menschen, mit dem ich zu tun hatte und aktuell habe
  • in einer Beratungsstelle (Beratung und Therapie bei sexuellem Missbrauch)
  • in einer therapoeutischen WG für Jugendliche
  • in einer Kriseneinrichtung
  • in eigener Praxis
  • in einer psychiatrischen Klinik
  • als Supervisorin in verschiedenen Teams
  • als Fortbildnerin zu Themen wie Trauma/sexueller Missbrauch
  • und als Lehrtherapeutin im Bereich der systemischen Therapieausbildung